Klimaanpassungskonzept der Stadt Wermelskirchen

Am 25.03.2026 wurde das Klimaanpassungskonzept von Frau Pflug für die Stadt Wermelskirchen vorgestellt.  Es gab sehr viele Informationen und ich habe mir nicht alles merken, bzw. notieren können – also bei Interesse bitte nachfragen bei den entsprechenden Stellen.

Das ganze Werk umfasst 400 Seiten. Es kann wohl eingesehen werden, wenn ich das richtig verstanden habe.  Bei der Entwicklung des Konzeptes  gab es viele verschiedene Beteiligungsgruppen.

Danach wurden 10 Handlungsbereiche herausgearbeitet und kurz-mittel-langfristige Maßnahmen erarbeitet. Einige Maßnahmen werden gefördert.

Handlungsbereiche sind u.a. : Biodiversität, Bevölkerungsschutz, Kommunale Gebäude, Wasser, Stadtentwicklung, Verkehr, Überdachung , PV

Nach einer Bestandsaufnahme wurden verschiedene Szenarien durchgespielt. Ausgehend von einem mittleren Verlauf der Klimaveränderung, flacht die Kurve der Erwärmung und der Starkregen ab, geht man allerdings vom  Worst Case aus, steigt die Kurve extrem hoch.

Es wurden Karten vorgelegt, die aufzeigen, in welchen Bereichen mit der Zunahme von Starkregenvorkommen zu rechnen ist und wo mit besonders hoher Hitze zu rechnen ist.  Hotspots, was die Hitze betrifft, sind die Innenstadt und Dabringhausen und Tente. In diesen Bereichen leben wohl auch die meisten Menschen ab 67 Jahren, die von der Hitze besonders betroffen sein werden.

15 Maßnahmen werden wohl kurzfristig angegangen. Zum Thema Entsiegelung werden wohl die Schulhöfe anvisiert.

Es gab Vorträge von verschiedenen Vertretern:

Stephanie Rausch vom RBK (Rheinisch-Bergischer-Kreis) Klimaanpassungsbeauftragte.

Karte der Wärme und Starkregen seit 1881: Wärme steigt, 7% mehr Luftfeuchtigkeit  –  Starkregengefahr steigt.  Eine Starkregenkarte  wurde vorgelegt  und Fließwassersimulationen. Um individuell zu erfahren, inwieweit man in einem Gebiet wohnt, welches besonders betroffen sein könnte, gibt es die Möglichkeit, hier Informationen zu erhalten:

www.rbk-direkt.de/starkregengefahrenkarte  vom Rheinisch-Bergischen-Kreis

Wenn es um individuelle Vorsorge geht:

 www.rbk-direkt.de/informationen-fuer-die-buergerinnen-und-buerger

Verbraucherzentrale  NRW  –  Hanna Vitz berät zum Thema Überflutungsschutz. Es gibt einen Klimakoffer in dem u.a. aufgezeigt wird, welche Maßnahmen dazu dienen, mehr Wasser bei Starkregenfällen, aufzunehmen:  Klimakoffer@verbraucherzentrale.nrw    und www.klimakoffer.nrw   und Tel.: 021191380-1300

Hier erfährt man auch etwas über Dachbegrünung, Entsiegelung von Schottergärten, einiges wird auch gefördert.

Es gab noch einen Vortrag von Cornelia Lösche – auch Verbraucherzentrale, glaube ich, zum Thema Pflanzen/ Nutzung von Regenwasser auch für Toilette und Waschmaschine. Sie klärt über geeignete Blühpflanzen auf und wie sie bearbeitet werden müssen, damit es gut gelingt. Sie verteilt Tüten mit bergischer Blütenmischung (gefördert vom Land), die mehrjährig sind. Viele Mischungen, die man kaufen kann, blühen nur einjährig und enthalten oft exotische Mischungen. Eine Blühfläche muss demnach vorbereitet werden (Wiesen schälen) und 1- bis 2-mal im Jahr gemäht werden.

Christian  Handwerk auch Verbraucherzentrale, geht auf Dämmung ein:

Fenster dicht – schützen vor Wärme und Kälte: Wenn Papier aus geschlossenem Fenster gezogen werden kann, sollte man dringend   abdichten. Sonnenschutz von außen ist natürlich die beste Lösung. Sonnenschutzfolie kann sinnvoll sein, muss aber sehr sorgsam angebracht werden, ansonsten reißt das Glas…also Vorsicht. Dachdämmung gut für Sommer und Winter, Wanddämmung eher nur für den Winter hilfreich. Klimaanlage erst sinnvoll, wenn alle anderen Maßnahmen ausgereizt sind. Nicht jede Wärmepumpe kann kühlen. Problem sind wohl die Heizkörper  durch Taubildung, Fußbodenheizung gut geeignet.

Zusätzlich zu den Vorträgen gab es Stände, bei denen man sich vor und nach der Veranstaltung informieren konnte und Infomaterial erhalten konnte. Für den Aufwand aller Beteiligter, kamen  eigentlich zu wenige Bürger*innen.

Stände von NABU Bergisch Gladbach , BUND Wermelskirchen-Burscheid, Verbraucherzentrale NRW